FotoTreff “St. Ottilien”

Unser heutiger FotoTreff orientiert sich an seiner ursprünglichen Bestimmung, dem gemütlichen Beisammensein beim nachmittäglichen Kaffee und Kuchen. Die Jahreszeit ermöglicht den Besuch eines Gartencafés, teils sonnig, teils bewölkt. Wir sind im idyllischen Garten des Café-Restaurants neben der St. Ottilienkapelle in Freiburg eingekehrt. Aus nicht ganz ersichtlichen Gründen erfolgt die Bedienung einigermaßen holprig: wir werden zur Selbstbedienung aufgefordert, jeder muss sich seine Wünsche an der Theke selbst erfüllen. Auch die vorzeitig ausgestellte Sammelrechnung ist eher ungewöhnlich. Dennoch tragen die Maßnahmen zur allgemeinen Erheiterung bei, und wir können bei hervorragender Stimmung alle unsere Wünsche in erfreulicher Qualität erfüllen.

Beim anschließenden Besuch der Kapelle unter der Führung der Küsterin überrascht uns die Sonne mit einer stimmungsvollen Abendbeleuchtung. Wir treffen auf ein wohlgefälliges Interieur, dem man die kürzlich investierten 1,3 Millionen erst auf den zweiten Blick ansieht. Die im Vorraum abgezweigte Felsengrotte mit der Odilienquelle für gesunde Sehkraft sorgt für eine ständig hohe Feuchtigkeit, der man jetzt mit einer automatisierten Heizung und Fensterlüftung beizukommen versucht. Das Kapellendach musste vollständig erneuert werden, das barocke Deckengemälde im Chor neu befestigt, die mittelalterlichen erst 1966/67 wiederentdeckten Fresken restauriert werden. Sie werden von blendfreien Ministrahlern beleuchtet, die sich in den unauffälligen Hängelampen verbergen, eine raffinierte LED-Technik. Auch der Altar, das Orgelpositiv und die Skulpturen wurden überarbeitet. Wir bemerken mehrere Darstellungen der Heiligen Ottilie mit einer Bibel in Händen, auf der skurrilerweise Augen liegen – eine Anspielung auf die angeborene Blindheit, die sie erst als Vierzehnjährige durch eine Wunderheilung bei ihrer Taufe verlor. Auch die Kirchenbänke wurden in dezenter Bauweise erneuert und mit heizbaren(!) Sitzkissen ausgestattet. Man möchte die Gesundheit der Besucher bei den zahlreichen Hochzeiten und Taufen nicht allein der Heilkraft der Quelle überlassen.

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