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FOTOTREFF „FEINWERKTECHNIK HALSTRUP-WALCHER“

Meist waren bei unseren FotoTreffs die Natur oder kulturelle Einrichtungen im weitesten Sinne unser Ziel. Im März haben wir nun einen Industriebetrieb besucht, in dem intensiv gearbeitet und ernstlich Geld verdient wird. Solche Betriebe sind im Dreisamtal nicht selten. Unser Mitglied Dietmar Jobst hat eine Führung durch die Firma halstrup-walcher GmbH in Kirchzarten vermittelt, die mit 130 Mitarbeitern in drei Fertigungsstätten engste Nischen in der innovativen Feinwerktechnik besetzt, speziell Antriebs-, Positionier- und Druckmesstechnik und weltweit äußerst wendig und kundenorientiert agiert.

Für die Mehrzahl der Teilnehmer ist es ein Ausflug in eine bisher weitgehend unbekannte Welt. Anhand von Bildmaterial erläutert uns eine überaus versierte Kundenbetreuerin, wie sich über mehrere Generationen aus Einzelfirmen die heutige hochorganisierte Firma entwickelt hat. Entlang von geistreich erdachten Leitlinien, veranschaulicht durch Grafik, Bild und Wort, mit denen der Materialnachschub, die Arbeitsabläufe und der Abtransport der Fertigprodukte gesteuert werden, werden wir durch den Betrieb geleitet. Wir kommen an auffallend ruhigen Produktionsstätten vorbei, an denen die Mitarbeiter in Entwicklung und Fertigung einen völlig stressfreien und unaufgeregten Eindruck erwecken, nicht ohne immanente Hinweise auf die Wichtigkeit von Ordnung und Sauberkeit zum Erreichen einer ökonomisch und technisch optimalen Produktion. Manch anwesender Lehrer denkt dabei mit gemischten Gefühlen an seine Schule. Nicht zu übersehen ist auch der hohe Stellenwert von ökologischen Grundsätzen. Letztlich erscheinen uns die erlebten Arbeitsbedingungen erfreulich weit abweichend von den hektischen und lautstarken Arbeitsplätzen, wie sie andernorts vielleicht unvermeidlich sind.

Im Aufenthaltsraum, der mit beachtlichen Fotografien aus der Belegschaft dekoriert ist, steht sehr willkommen Kaffee mit Kuchen bereit, wofür wir uns sehr herzlich bedanken. Hier kommen unsere eifrigsten Mitglieder auch zu fotografischen Makroschüssen auf hausgefertigte Mini-Werkstücke.

Zum Ausklang bietet das Spritzenhaus den gemütlichen Rahmen für angeregte Gespräche über Kirchzartens Kleinindustrie mit der großen und schnellen Anpassungsfähigkeit für technische Bedürfnisse in der ganzen Welt. Ein spannender Nachmittag in einem nichtalltäglichen Bereich.

Wolfgang Kullmer

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