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Besuch der Art Basel 21.06.2014

Auch bis zur Eröffnung der ART blieb uns eine Weile; während wir unsere Vesperbrote vertilgten (dem für uns so schlechten Sfr-Kurs zuschulden), kommentierten wir in ihren edlen Stöffchen die VIP-Besucher, die selbstverständlich ihren separaten Eingang hatten. Faszinierend auch die Internationalität!
Erfreulich, der ursprünglich hohe Eintrittspreis reduzierte sich immer weiter durch Vergünstigungen auf ein Minimum (Freikarten – eine spendierte Antons sympathische Tochter, die uns begleitete – und Ermäßigung für Rentner), so dass wir „fast nichts mehr“ bezahlen mussten! Die Hirnzellen waren mathematisch gefordert, um jedem von uns gerecht zu werden – Gottlob half ein Fahrgast im Bus mit seiner Stärke im Kopfrechnen („sagt mal, was habt Ihr eigentlich in der Schule gelernt…“)!

Um 11:00 h war Einlass. Wir waren beeindruckt von den hochkarätigen Ausstellungsstücken. Vor allem erstaunte uns die unerwartet große Anzahl Fotografien. Für viele Werke nahmen wir uns Zeit, um Motive und ihre Details, Technik, Belichtung usw. wahrzunehmen. Überhaupt war es gut, dass wir zusammen geblieben waren um uns auszutauschen. So konnten auch einige Gruppenfotos als Spiegelungen auf Kunstwerken aufgenommen werden.

Auf 5000 m² Fläche sind Werke von mehreren 1000 Künstlern zu sehen, von der klassischen Moderne des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. An einigen klebte bereits ein roter Punkt; die waren also schon mal weg. Und das, weil für die „wichtigsten Kunden“ die Messe bereits am Donnerstag geöffnet war – für die Allgemeinheit wie uns erst heute. Dass 70.000 Besucher erwartet wurden war nachzulesen und auch dass 285 Galerien aus 34 Ländern dieses Jahr ausstellen und mindestens dreimal so viele gerne ausstellen würden. Im Schnitt kostet ein Standplatz 100’000 Franken.
Ein kleiner René Magritte von ca. 20×20 cm gefiel uns allen besonders gut. Meine Frage nach dem Preis wurde lapidar mit 850.000 Euro beantwortet. Ich konnte mir so recht vorstellen, wie die VIPs mal eben herjetten, in einem angemessenen Hotel nächtigen, in ebensolchen Restaurants speisen, um dann über die ART zu flanieren und zu schauen, was es denn Schönes für sie gibt auf der „Milliarden-Kunstparty“ – für unsereinen unvorstellbare Dimensionen! Einige Gesprächsfetzen zwischen Kunden und Kunstexperten bekamen wir am Rande mit.
Um nur mal einige Fotografen zu nennen:
Bernd und Hilla Becher, Nan Goldin, Diane Arbus, Edward Butinsky, Edward Steichen, Man Ray, Chuck Close, Lucien Clergue, Edward Weston, Cindy Sherman, Irina Ionesco, Thomas Ruff, Elger Esser,
und Maler:
Joan Miró, Pablo Picasso, Alberto Giacometti, René Magritte, Claas Oldenburg, Andy Warhol, Joseph Beuys, Emil Nolde, Ernst Ludwig Kirchner, Otto Dix, Max Beckmann, Fernando Botero etc., etc., etc.
So langsam ermüdeten wir, waren kaum noch aufnahmefähig, die Füße schmerzten, es war fast zu viel des Guten, und wir hatten noch längst nicht alles gesehen! Um 17:00 h hatten wir uns für die Rückfahrt verabredet, wieder verlief alles wie am Schnürchen.

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Es ging ein Tag zu Ende, der uns noch lange Zeit viele Eindrücke zum Verarbeiten geben wird.

Herzlichen Dank dafür, liebe Ellen!

Bericht : Margit Anhut

 

 

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