Beyer setzt sich in ihren Arbeiten mit ‚Transformation’ und ‚Prozessualität’ auseinander bzw. mit den
vielfältigen, vieldimensionalen Veränderungspotenzialen aller Dinge; sie hebt deren Bedeutung so-
wie ihre Ästhetik besonders hervor. Dabei thematisiert sie Vergänglichkeit und Endlichkeit auf unge-
wöhnliche Weise; sie lässt zwar diese Begriffe mit in ihre Arbeiten einfließen, relativiert sie jedoch mit
einer kühnen Selbstverständlichkeit.
Diese künstlerische Herangehensweise ist besonders anregend und von einer neuen existenziellen
Auffassung getragen – sie bringt uns in eine neue, fließende Wirklichkeit und zugleich in eine neue
Fiktion.
Beyers Interesse gilt deswegen den städtischen, „bewohnten“, öffentlichen Räumen und Objekten
und deren offensichtlichen Transformationen, und zwar sowohl deren realen, konkreten, substanti-
ellen Veränderungen durch Benutzung im biografischen und historischen Zeitfenster (dokumenta-
risch) als auch deren fiktiven Umwandlungen, die von Betrachtern projiziert werden, bzw. wie es die
Künstlerin selbst hier entwirft und gestaltet.
„refections“ – Burte Beyer
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