Lioba 01

Fototreff im Kloster St. Lioba

Der Himmel kann auch anders: beim Fototreff im Mai wölbt er sich in reinster toskanischer Bläue über dem toskanischen Gebäude- und Gartenkomplex von Kloster St. Lioba in Günterstal.

Das Gelände, zugehörig zum ehemaligen alten Kloster in Günterstal, wurde nach monatelangen vor-Ort-Studien auf der Suche nach dem perfekten Toskanaszenario von der Unternehmerfamilie mit dem klangvollen Namen Wohlgemuth von 1906 bis 1913 bebaut, angepasst an die landschaftlichen Gegebenheiten des Schwarzwaldtales. Schon 1927 konnte wegen wirtschaftlicher Probleme im Zuge der Inflation das Anwesen allerdings nicht mehr gehalten werden und wurde zurück in klösterlichen Besitz an den jungen Orden der Schwestern der hl. Lioba verkauft.

Mit viel Feingefühl wird das Gebäude (und wird es bis zum heutigen Tag) den Bedürfnissen eines Klosters baulich angepasst, ohne den ursprünglichen Charakter zu verfälschen. Die dekorativen Gartenanlagen werden perfekt gepflegt, ein Kräuter- und ein biblischer Garten kommen inzwischen dazu. Heute bewohnen ca. 90 Benediktinerinnen teils aktiv, teils in Altersbetreuung die Klosteranlage. Das Kloster bietet die Abhaltung mannigfacher spiritueller Veranstaltungen an, einschließlich der Unterkünfte für die Teilnehmer im Gästebereich. Dazu gehört auch aktuell die Unterbringung jesidischer Flüchtlingsfrauen und ihrer Kinder im Kloster. Führungen durch die Gartenanlagen und ein Klosterladen runden das Angebot ab.

Wir 20 Besucher sind völlig überrascht und natürlich überwältigt und lichten die vielfältigen Perspektiven im Kloster und in den Gartenanlagen weidlich ab und freuen uns, dass die Schwestern schon heute auf unsere Meisterfotos gespannt sind.

Zum gemütlichen Abschluss unserer “Exkursion in die Heimat” treffen wir uns in der lobenswerten Schrebergartengaststätte an der Wonnhalde, die, erst einmal gefunden, mitten im Grünen ein gemütliches Ambiente im Freien und eine vielfältige Speisekarte bietet, und schließlich einen stimmungsvollen Sonnenuntergang einleitet, der den in aller Vielfalt eindrucksvollen Ausflug abrundet.

Wolfgang Kullmer

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