Stefan Gilge

SelbstportraitMein erster Fotoapparat war eine Porst 126 S, die – wie der Name schon verrät – mit Kassettenfilm bestückt werden musste. Die “Kamera” gab es 1972 nach der Restrukturierung der Firma Photo Porst in eine Mitarbeitergesellschaft für einen 10 DM-Schein, der die richtige Endnummer haben musste! Da hatte ich Glück. Allerdings konnte man mit dem Ding nur knipsen. Als sich mein Vater Mitte der Siebziger entschloss eine Polaroid SX70 zu kaufen, viel mir seine alte Kamera, eine Agfa Solinette, in die Hände. Das war schon eine ganz andere Liga: Externer Belichtungsmesser von Zeiss, Lichtwerte mussten in Zeit-/Blendenkombinationen umgewandelt, Entfernung geschätzt werden. Filmtransport und Verschlussaufzug waren nicht gekoppelt. Das 3,5/50iger Apotar machte saubere Bilder, die ich auf Ilford Pan F bannte und im heimischen Keller entwickelte und vergrößerte. Als sich mein älterer Bruder 1981 eine Minolta X700 kaufte, bekam ich seine SRT 303. Ein erheblicher Fortschritt zur Agfa! Meine Affinität zur Minolta wurde durch 2 Erlebnisse manifestiert: Einen winterlichen Eiseinbruch auf dem Schwanenweiher, bei dem die SRT 303 komplett unter Wasser tauchte, machte ihr genau so wenig aus wie eine Reise nach Manaus, wo ich bei 39°C und 100% Luftfeuchte munter weiter fotografierte, während die Nikon FM meines Freundes “ausstieg”. Im Laufe der Jahre kamen einige Minoltas dazu, aber auch Kameras anderer Marken. Seit 2004 fotografiere ich überwiegend mit digitaler Aufzeichnung, mit Canon und Olympus. Aber hin- und wieder lege ich einen original Agfa CT precisa (ein paar habe ich noch) in meine XD7 oder Hi-matic 7S II und ziehe damit los….
Grundsätzlich fotografiere ich alles, was mir so “vor die Linse” kommt. Schwerpunktmäßig war ich in den letzten Jahren eher bei der Landschaftsfotografie, mittlerweile mehr und mehr bei der “Streetfotografie”. Auch sog. “Lost Places” ziehen mich magisch an!
Engagiert war und bin ich im Fotoclub Schongau, ein kleines Städtchen in Oberbayern, in deren Nähe ich die letzten 20 Jahre gelebt habe. Dort war ich seit 2000 Mitglied, in den letzten Jahren als Kassier tätig und nun “nur” noch Fernmitglied. In der Volkshochschule dieser Stadt habe ich in den letzten Jahren Kurse zur Fotografie und zur Erstellung von Fotobüchern abgehalten und Fotoexkursionen durchgeführt.
Nun möchte ich mein Hobby mit den Mitgliedern des Fotoclubs-Dreisamtal teilen und bin gespannt, was ich da noch alles lernen kann.

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