Streetfotografie

Der Clubabend am 26.06.2023 stand unter dem Motto Streetfotografie. Armin Burger hat humorvoll und informativ über sein Spezialgebiet erzählt. Hier eine von Armin verfasste Zusammenfassung seines Vortrages und einige der von ihm gezeigten Bilder, die er alle selbst fotografiert hat.

Für Streetfotografie gibt es keine gültige Definition (Wikipedia). Themen und Stile sind so vielfältig wie die Fotografen, die sich damit auseinandersetzen. Sie suchen ihre Motive vorwiegend in urbanen Räumen. Wenn Menschen gezeigt werden, so sind sie meist unbekannt, anonym, austauschbar und stehen sinnbildlich für typisch menschliche Situationen und Ereignisse.
Das große Problem für Dich als Fotografen ist: Das persönliche Recht am eigenen Bild und der Datenschutz. Auf dem Bild eindeutig erkennbare Personen können verlangen, dass ihr Bild weder in öffentlichen Vorträgen, Printmedien noch in Film, Fernsehen und Internet gezeigt wird.

Machst Du solche Bilder ungefragt öffentlich, so musst Du mit juristischen Auseinandersetzungen rechnen, die u.U. recht teuer werden können.

Auf der sicheren Seite bist Du, wenn die gezeigten Personen nicht erkannt werden können weil unscharf, in der Bewegung verwischt (1/10 s Belichtungszeit), im Gegenlicht nur als Schatten erkennbar, oder nur von hinten zu sehen sind. Es gibt auch die Möglichkeit ein künstlerisches Streetfoto zu machen. Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgericht steht die Freiheit der Kunst über dem persönlichen Wunsch, nicht gezeigt zu werden.

Wie dieses Bild aussehen soll, ist allerdings nicht definiert. In Fällen, bei denen ich nicht gefragt habe, verfremde ich es gerne, meist in extremes Schwarz Weiß. Eine Verfremdung, die nur noch das Wesentliche zeigt, das aber umso deutlicher. Am Einfachsten ist es allerdings, Du fragst die Menschen, die Du fotografierst.

Es gibt natürlich auch Streetfotos ganz ohne Menschen: leere Straßen, Plätze, Hinterhöfe etc. mit deutlichen Spuren der urbanen Aktivitäten. Streetfotos kannst Du zu allen Jahreszeiten an 365 Tagen zu 24 Stunden machen. Das gilt für viele andere fotografische Themen nicht. Es ist gut, wenn deine Fotos eine kleine Geschichte erzählen. Schau meine Bildbeispiel an. Sicher fallen Dir dazu Geschichten ein.

Streetfotos, probiere es aus. Viel Glück.

Armin Burger


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